Folge 28: Das Rheinische Revier – Kohle, Hamster, Hambi & KI
Shownotes
In der neuen Folge unseres Video-Podcasts „Stimme der Wirtschaft“ geht es um das Rheinische Revier. Unser Gast Martin Mertens ist als Bürgermeister von Rommerskirchen verantwortlich für eine Gemeinde, die mittendrin im Rheinischen Revier liegt. Und in dieser Folge erzählt er eine wirklich unglaubliche Geschichte.
Denn die Gemeinde Rommerskirchen hat eine Fläche ausgewiesen, auf der im Rahmen des Strukturwandels Industrie und Gewerbe angesiedelt werden sollen, damit dort bis zu 2.000 Arbeitsplätze entstehen. „Das Paradoxon ist, dass die Fläche neben dem größten Braunkohlekraftwerk Europas liegt, aber der Strom ist nicht da“, sagt er im Gespräch mit IHK-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald und unserem Host Konstantin Klostermann.
Wie kann das sein? Und was haben Hamster, der Hambi und die KI mit dem Rheinischen Revier zu tun? Das erklärt diese neue Folge. Und Martin Mertens sagt auch, warum er in der Strukturdebatte immer eine bestimmte Stelle aus dem Kultfilm „Zurück in die Zukunft“ zitiert.
„Wir wollen nicht die nächste Subventionsregion in Deutschland werden“, sagt Nicole Grünewald. „Sondern das Rheinische Revier ist eine starke Region, eine wirtschaftlich starke Region. Da wird Wohlstand erwirtschaftet, und wir wollen wirklich, dass das in den nächsten zehn Jahren einfach so bleibt.“ Und was wünscht Mertens sich für die Zukunft der Region? „Also erstmal den Druck aus dem Kohleausstieg raus“, sagt er. „Es muss jetzt mit Vollgas vorangehen. Also Stichwort Gaskraftwerke, Stichwort Leitungsausbau. Es kann nicht sein, dass man überall Windräder errichtet und die Leitungen dahinter nicht baut.“ Und die Windräder stünden nachher still. Für ihn bedeutet das: „In Infrastruktur investieren, Leitungen, Straßen, Schienen, Flächen – und gerne dann eben auch drumherum Naturschutz, gar keine Frage.“
Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Stimme der Wirtschaft, dem Videopodcast der IHK Köln.
00:00:08: Und das Thema des heutigen Podcasts lautet Kohle, Hamster, Hambi und KI – es geht um das reinische Revier bis heute das größte Braunkohleabbaugebiet in ganz Europa!
00:00:22: Da wo Energie ist natürlich auch immer die Wirtschaft.
00:00:25: Es sind aktuell fünfzehntausend Arbeitsplätze, die verbunden sind mit der Kohle.
00:00:30: Aber durch den Beschluss des Endes des braunkohler Abbaus muss natürlich auch ein Strukturwandel her und wie der aussehen kann und wie er gerade funktioniert und was generell so die Themen in und rund um das Rheinische Revier sind.
00:00:43: Das besprechen wir heute in dieser Folge mit Martin Mertens erst Bürgermeister von Romerskirchen und damit verantwortlich für eine Gemeinde die mitten drin ist im Rheinischen Revier.
00:00:51: Herzlich willkommen!
00:00:52: Vielen Dank Kerst.
00:00:53: Und mit dabei ist natürlich auch Nico Grünewald, die Präsidentin der IRK Köln.
00:00:56: Hallo Nicole!
00:00:57: Hallo Konstantin, hallo Martin, schön dass du da bist
00:00:59: Martin, wir wollen mit dir natürlich begehen.
00:01:01: Bürgermeister in Rommerskirchen und du bist im rheinischen Revier.
00:01:05: Man kann das schon so sagen mittendrin statt nur dabei denn du bist auch aufgewachsen in der Region.
00:01:09: Sag uns doch mal was ist das Besondere am rheinischem Revier heute?
00:01:13: Und auch in den letzten Jahrzehnten?
00:01:15: also ich bin tatsächlich da aufgewachsen wieder geboren, bin da auf gewachsen und habe die ganze Region seit meiner Geburt wahrgenommen.
00:01:22: ein schönes Beispiel der Bach, der bei uns zwei Häuser weiter vorbei floss.
00:01:27: Da hab' ich als kleiner Junge drin gespielt.
00:01:29: Und dieser Bach, da kommen wir vielleicht nachher nochmal drauf.
00:01:31: Denn das spielt auch eine ganz große Rolle und hat viel mit den Kraftwerken zu tun.
00:01:34: Der wird in erster Linie aus Kühlwasser gespeist.
00:01:36: Das Spannende daran ist übrigens nicht natürlich sondern nach dem Wegfall der natürlichen Quelle die mal abgebaggert worden ist.
00:01:43: Und zu früheren Zeiten wurde dieser Bach auch schonmal Stieg der Impegel, wurde dunkelschwarz und warm... ...das war nämlich wirklich die Kessel durchgespült worden.
00:01:52: Es waren in den Achtzigern noch so.
00:01:53: Hat man dann später natürlich verhindert aber wusste man immer sofort okay was passiert da?
00:01:57: Also quasi im Kohlewasser getauft sozusagen, was du siehst genau und da die ersten Schwimmübungen waren.
00:02:04: Aber ernsthaft, die Region hat natürlich von und mit der Kohle gelebt.
00:02:08: Aber man muss immer sagen es ist nicht nur die Kohle, das wird ja so ein bisschen runtergebrochen nach dem Motto ahja die olle braunen Kohle.
00:02:13: Das ging vor allen Dingen um die energieintensiven Industrien.
00:02:15: Das heißt wir haben die Chemieindustrie, wir haben Fahrzeugbau Wir haben aber auch die Papierindustrie, die Nahrungsmittelindustrie also alles Energiezweige oder Industriezweigungen die sehr viel Energie brauchen.
00:02:25: Die haben sich logischerweise rund um die Kraftwerkswerke und die Kraftwerksparks angesiedelt.
00:02:32: ganz klar weil der Strom da weil die Netze da waren.
00:02:36: Und das ist jetzt das Hauptproblem, dass diese Industrieregion eigentlich vor einem großen Fragezeichen steht.
00:02:44: Jetzt will man raus aus der Kohle genau und ja, die einfache Lösung, die da so angeprangert wird zu sagen wir stellen einfach ein paar Windräder auf, die funktionieren natürlich so einfach nicht.
00:02:55: Diese Region ist wie gesagt geprägt von Industrie sie ist aber auch gepräkt von einer Landschaft, die sich durch den Bergbau Rekultivierung, das heißt also wenn die Bergbaugruben zugemacht wurden dann hat man sie offiziell wieder sehr schön rekultiviert.
00:03:09: Eben geprägt ist und da gibt es die Planung der große Sehen jetzt zu machen.
00:03:16: aber das Ganze ist so ein bisschen eine Vision die sicherlich gut aber zum anderen hat man die Kernprobleme noch nicht gelöst.
00:03:23: also Strichwort Infrastruktur gerade was Energie betrifft
00:03:26: Darüber wollen wir auch sprechen, denn natürlich wenn man auf den Klimabandl schaut mittelfristig ist es natürlich unabdinglich dass man irgendwie dann aus dem Kohleabbau dann auch herauskommt.
00:03:35: Aber es geht eben darum wie man das tut und wie der Zeitablauf ist.
00:03:38: und da hat's eine Kohlekommission gegeben.
00:03:42: Vielleicht könnte ich noch mal erklären was die dann so auf sich hatte oder was sie beschließen sollte und was ihr noch beschlossen habt?
00:03:46: Sondern die Kohlekomission war erstmal ne gute Idee!
00:03:48: Da hatten nämlich alle Player also wirklich Wirtschaft, Kirchen, Gewerkschaften also alle die in der Gesellschaft eine Rolle spielt an einen Tisch geholt.
00:03:56: Und er hat gesagt, wie kriegen wir das denn hin?
00:03:58: Und dann waren das ganz schreckliche Sitzungen wohl.
00:04:00: Die gingen bis nachts und alle Leute die dabei waren haben auch gesagt meine gute Wissen froh wenn das zu Ende ist.
00:04:05: als es dann zu ende war haben sie gesagt alles klar bis zwanzig achtunddreißig werden wir das hinkriegen da können wir in deutschland aus der Kohle aussteigen.
00:04:12: und Dann haben wir gedacht naja gut wenn also viele leute daran beteiligt waren die werden schon wissen was ihr da wollen.
00:04:16: und dann gab's auch sehr viel Geld Was dann in die kohle regionen fließen sollte für die transformation unter wann wir noch alle sehr gute dinge ist irgendwie im Jahr zweiundzwanzig.
00:04:27: Da haben sich dann RWE, die Landesregierung damals hier in NRW, die war grün geführt, das Wirtschaftsministerium war grüng geführt unter Mona Neubauer und das Wirtschaftsministerium im Bund.
00:04:38: Das war auch grüngeführt.
00:04:39: Welcher Zufall?
00:04:40: Und Herr Robert Habeck!
00:04:42: Die drei haben sich zusammengesetzt mit Herrn Krepper von RWE und haben gesagt, ach komm wir machen einen Kohleausstieg einfach mal acht Jahre vorher.
00:04:48: Und da haben wir ja gesagt, dann haben wir gedacht was ist das denn jetzt?
00:04:51: Wir haben diesen riesigen Kohle-Konsens.
00:04:53: Siehst du es auf zwanzig achtunddreißig wo er alle irgendwie gedacht hat naja das kriegen wir schon irgendwie hin und auf einmal heißt es zack auch komm wir machen's acht Jahre vorher!
00:05:01: Da haben wir schon damals gesagt also Leute wie soll dass denn passieren?
00:05:04: Wie soll das denn...wie will man denn eine ganze Region innerhalb von damals irgendwie sieben acht Jahren einmal komplett von Kohleenergie auf irgendwie was auch immer anderes transformieren.
00:05:16: Also selbst wenn der Geld für da ist, das muss ja erstmal alles geplant und dann auch irgendwie vernünftig gebaut werden.
00:05:23: Und da müssen Arbeitsplätze entstehen, neue Arbeitsplätzen, weil wie gesagt, fünfzehntausend fallen dann ja weg!
00:05:29: Das war auf einmal ein unglaublicher Stress.
00:05:32: Wir als ERK Köln haben zwei wissenschaftliche Studien gemacht um zu gucken... Wie kann das laufen?
00:05:37: Weil die Kohle, wenn sie abgeschaltet wird muss ja irgendwas anderes an deren Stelle stehen und dann haben wir das ausgerechnet was allein für NRW gebraucht wird.
00:05:44: Und es waren ja Photovoltaikanlagen in der großen Öhrung von fünfzehntausend Fußballfeldern, was nicht wenig ist, dann tausendfünfhundert Windräder neu also zusätzlich zu denen bereits bestehenden und eben – und das ist ein bisschen der Knackpunkt jetzt – acht große Gaskraftwerke, die dann einspringen, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint damit wir hier dann im Winter nicht auf dem Trockenen sind Und von diesen Gaskraftwerken gibt es noch keins und wir sind jetzt ja schon vier Jahre weiter.
00:06:10: Das zeigt uns halt, wir werden da recht.
00:06:14: leider muss man sagen... Wir haben nur oft
00:06:16: darüber gesprochen jeweils die einzigen sich damals ein bisschen...
00:06:18: Genau also wir waren die einzige IHK und der einzige Bürgermeister der uns unterstützt hat war Martin.
00:06:24: Da haben wir auch ordentlich Gegenwünnt bekommen.
00:06:26: Wir haben uns darüber auch kennengelernt weil wir festgestellt haben krass!
00:06:30: Wir sind die Einzigen dieses Anderes sehen.
00:06:32: aber das ist jetzt auch ein bisschen bestätigt dass wir halt zu Recht misstrauisch waren, weil es halt überhaupt nicht funktioniert.
00:06:39: Haben
00:06:39: wir schon ein bisschen gespoilert?
00:06:41: Martin sieht zwanzig dreißig auch als unrealistischer.
00:06:44: Ja also vielleicht muss man unbedingt jetzt sagen... Also man freut sich natürlich immer bei meinen Rechten aber eigentlich wäre es besser gewesen wenn die uns überrascht hätten gesagt denn wer schaffen ist oder das klappt auch.
00:06:55: Man hat aber damals schon gesehen, naja das ist alles sehr optimistisch und wo sind denn eigentlich die Punkte?
00:06:59: Dann wäre sich ein bisschen ausgehend im Planungsrecht in Deutschland.
00:07:02: Das als Bürgermeister zwangsläufig könnte da jeden Tag von Geschichten erzählen dann weiß man dass geht eben nicht von heute auf morgen alles ja und allein bis zum Gaskraftwerk gebaut wird.
00:07:11: also vielleicht mal ein schönes Beispiel wir haben eine große Fläche bei uns auf dem Gemeinnegebiet die wir gemeinsam übrigens mit dem Land Nordrhein-Westfalen und RWE entwickelt haben.
00:07:20: Wir haben da sogar eine Fläche vorgesehen im Bebauungsplan der übrigens auch beschlossen worden ist für ein Gaskraftwerk.
00:07:26: Also eine sogenannte GUD-Anlage, also ein Gas und Dampfturbinkraftwerk welche dann wie so schön heißt HII Ready ist.
00:07:35: Warum es nicht HII Already heißt weiß ich auch nicht aber das nennt sich HII ready.
00:07:39: Also sprich was für Wasserstoff später vorgesehen sein soll damit man vom Erdgas irgendwann noch Wasserstoffen schalten kann.
00:07:46: Jetzt ist das erste Problem, dass es eine derartige Anlage in dieser Form noch gar nicht gibt.
00:07:51: Das zweite Problem ist aber, wenn wir tatsächlich im Jahr zwanzig dreißig aussteigen wollten aus der Braunkohle bis dahin so ein Kraftwerk an dieser Stelle geben müsste – da ist jetzt noch grüne Wiese und wir haben jetzt Mitte zwanzich sechsundzwanzig.
00:08:06: also wenn ich die Planungs- und Genehmigungsprozesse in Deutschland betrachte dann frage ich mich wie das denn gehen soll?
00:08:11: Das sagen mir natürlich auch alle anderen, die sich damit ausgehen und sagen naja es kann nicht funktionieren.
00:08:14: Das ist an allen anderen Standorten derzeit auch so.
00:08:19: Ich meine,
00:08:19: da ist das Gaskraftwerk ja zumindest schon mal geplant und man hat auch einen Standort.
00:08:23: Wir bräuchten halt acht große allein für NRW?
00:08:26: Genau!
00:08:27: Das muss ja auch mit der EU abgestimmt sein, weil diese Gassrafwerke laufen dann nicht die ganze Zeit.
00:08:31: Sondern sie sollen da stehen und wenn eine Dunkelblaute kommt und es gibt nicht genug Photovoltaik oder Windkraft, dann müssen wir hochgefahren werden.
00:08:40: Niemand baut so ein Ding was drei Hundert Tage vielleicht mal nicht läuft.
00:08:44: das ist ja ein Zuschussgeschäft.
00:08:46: also musste man zur EU gehen.
00:08:47: Das hat Herr Habek übrigens nicht geschafft aber Frau Reiche jetzt geschafft allerdings nur für insgesamt zwölf Gasrafwerken für ganz Deutschland.
00:08:55: Ach, davon hätten gerne wir.
00:08:57: Dann kann sich der Rest von Deutschland dann die vier anderen teilen?
00:09:00: Das wird aber auch spannend!
00:09:02: Also, das funktioniert halt von der Menge alleine auch gar nicht.
00:09:05: Genau!
00:09:05: Ich glaube also mein Lieblingsfilm oder einer meiner Lieblungsfilme ist immer noch zurück in die Zukunft – ich weiß nicht wer ihn kennt – aber Martin McFly.
00:09:15: und es gibt die berühmte Szene, die erzähle ich immer wieder als Martin Mcfly im Jahr
00:09:19: nr.h.,
00:09:20: ankommen mit dem DeLorean.
00:09:22: und da auf den noch jungen Doc Brown stößt, den späteren Erfinder des DeLorene der Zeitmaschine spielt er eben ein Video vorher nämlich die Videokamera mitgenommen, wie er da in die Vergangenheit gereist ist.
00:09:35: und da vorher hält der Doc Brown aus dem Jahr soll ich diese ein Punkt, einen zwanzig Gigawatt herkriegen.
00:10:03: Und die Reaktion von Martin Wegweih ist was zum Tor bis an Gigawatte?
00:10:07: Dieser Dialog ist eigentlich der, der wunderbar auf unsere Energiepolitik in Deutschland passt, insbesondere Nordrhein-Westfalen.
00:10:13: Wir werden uns überlegen.
00:10:14: wir haben also hier Kraftwerke, die wir abschalten von über sechs Gigawatts Braunkohlekraftwerke.
00:10:19: Wir wissen aber gar nicht wo das herkommen soll.
00:10:21: und da gibt es Lösungen dass uns Leute sagen herstellt ein paar Windräder auf machen ein paar Photovoltaikanlagen.
00:10:25: Wir reden da aber über ganz andere Mengen der Verfügbarkeit bei Strom.
00:10:30: Und da reden wir über Megawatt, wir reden dann nicht über Gigawatt.
00:10:33: also es ist eine Tausenderpotenz.
00:10:34: Also man muss immer überlegen wo reden wir eigentlich gerade drüber?
00:10:38: und ich habe den Eindruck des Entscheidungsträger das überhaupt nicht wissen!
00:10:41: Das führt dazu und deswegen immer mein Lieblingsprone in Zusammenhang was zum Teufel sein Gigawat ist eigentlich ne schöne Überschrift für die gesamte Diskussion hier und für dass was mir bei ganz vielen Entscheidungsträgern empfehlt
00:10:51: Wenn irgendjemand gezweifelt hat, ob du der richtige Gast bist für diese Folge.
00:10:54: jetzt wissen wir alle.
00:10:56: Du bist so leidenschaftlich mittendrin und eben nicht nur dabei.
00:10:59: das ist... Jetzt sind wir echt schon mittendrinnen in einer Diskussion und wir haben schon eine Vergangenheitsreise und zurück in die Zukunft Reise gemacht.
00:11:05: es geht viel um Daten und Fristen und es gibt noch ein Datum Nicole was nicht ganz unwichtig ist und da steht ich muss ablesen weil's so kompliziert klingt im Paragraf fifty des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes Was ist das für ein Datum?
00:11:19: Das ist ein super cooles Datum.
00:11:21: Denn eigentlich stand, also im Gesetz standen zwei Daten und das erste war der Fünfzehnte-Achde-Zweiundzwanzig Und es ist ein Überprüfungstermin für den sogenannten Ausstiegsfahrt Kohleverstromung.
00:11:31: Und am Fünftzehn-Aachden-Zwanzig, denen haben die nicht gemacht.
00:11:35: Also da steht im Gesetz und man sollte ja immer wieder davon ausgehen dass man sich dann auch daran hält.
00:11:39: Wir versuchen ja immer alle uns angesetzt zu halten.
00:11:41: Die haben es nicht gemacht!
00:11:42: Und jetzt entsteht aber ein zweites Datum in dem Gesetz und das ist halt der Fünfzehinte-Achtde-Sächsunzwanzigg.
00:11:48: Da soll also überprüft werden.
00:11:49: Klappt das alles oder nicht?
00:11:50: Und da haben wir jetzt ein bisschen Sorge gehabt, dass man das wiederfällt.
00:11:53: Das kann ja immer passieren und dass man da nicht reinguckt jeden Tag.
00:11:56: Deshalb schreiben wir halt regelmäßig sowohl das Wirtschaftsministerium hier in NRW an als auch das Bundeswirtschaftsministeriums was es dann nachher auch federführend machen muss.
00:12:04: Wir haben gesagt, also bitte nicht wieder vergessen.
00:12:06: Und wir haben jetzt auch von Frau Reichen an die Antwort bekommen, die halt gesagt hatten, nee, sie hätten das schon auf dem Schirm und Sie werden da jetzt auch dran und Sie würden es jetzt überprüfen.
00:12:15: und wir haben gesagt dann ab den fünften Abend täglich anrufen weil uns das natürlich schon interessiert.
00:12:21: Klappt das jetzt oder klappt das nicht?
00:12:23: Unsere Wette ist ja, es klappt nicht!
00:12:25: Dann ist in der Politik immer das Spiel, wer ist ja eigentlich schuld?
00:12:30: Eigentlich ist ja immer niemand schuld und da sind wir jetzt mal gespannt, wie man den Schwarzen Peter hinschiebt.
00:12:41: Es gibt von RWE noch einen Zusatz das die Böcke in eine sogenannte Reserve zu nehmen müssen.
00:12:51: So, wenn das aber alles in dem Tempo so weitergeht wie Martin ja gerade beschrieben hat.
00:12:55: Also dass da immer noch eine gute Wiese ist und kein Gaskraftwerk.
00:12:58: Da sind wir jetzt auch schon wieder kritisch was denn das Datum von zweiunddreißig angeht.
00:13:03: weil sagen wir mal so die hatten ja schon alle seit zweiundzwanzig Zeit da ordentlich etwas peres auf die Straße zu bringen und das es bei den Gaskrafwerken halt nicht passiert war eben auch komplexes.
00:13:13: Und deshalb sagen wir, naja also wenn das jetzt die letzte Option ist dass es bis zwanzig dreiunddreißig Aufricht erhalten wird und danach ziehen die da den Stecker.
00:13:22: Da wissen wir auch nicht ob das klappt weil wie gesagt Kohlekompromiss war ja damals realistischerweise und da haben auch schon viele gesagt uiuiui... ...zwanzig achtund dreißig!
00:13:31: Also von daher wir hoffen jetzt, dass man da uns nicht wieder das nächste unrealistische Datum präsentieren wird.
00:13:36: aber es bleibt spannend
00:13:38: Und unabhängig davon, ob es jetzt dreißig, dreientreißig oder achtunddreißzig oder was auch immer sein wird.
00:13:44: Es ist natürlich auf jeden Fall so dass es dann einen Strukturwandel geben muss denn das muss ja irgendwas dann auch passieren in der Region dann eben auch wirtschaftlich weiter überleben zu können.
00:13:53: Es gibt Fördermittel, vierzehn Komma sechs Milliarden Euro.
00:13:56: Das ist viel Geld.
00:13:58: aus Steuergeldern wird das dann unterstützt.
00:14:01: Das heißt man könnte richtig viel damit anfangen.
00:14:05: Martin wie ist dein Eindruck?
00:14:07: Wie läuft das Ganze
00:14:08: Genau, also das ist ja die Hauptkritik, die wir auch als Kommune hatten.
00:14:10: Dass wir festgestellt haben, Mensch da wird sehr viel Geld ausgegeben für ich sag mal schöne Projekte Aber nicht unbedingt für Projekte, die der Strukturwandel helfen.
00:14:20: Also ein schönes Projekt.
00:14:21: wenn man da auf die Seite der ZTR geht muss mal wieder erklären.
00:14:24: Die ZTR ist die Zukunftsagentur so übrigens auch die IHK mit dem Aussichtsrat.
00:14:29: Wir begleiten das kritisch.
00:14:30: Genau
00:14:31: sind viele andere auch mit dabei und diese Zukunfts-Agentur hat eigentlich den Job die Gelder zu verteilen.
00:14:37: Wenn man es ganz einfach sagt sie soll die Gelde verteilen, sie soll Projekten begleiteten, sie sollen auch Zugänge ermöglichen Förderzugänge also im Prinzip eine gute.
00:14:46: Aber man hat dort in den ersten Jahren sehr viele Projekte sich ausgedacht und eben auch genehmigt, wo man sagt naja was haben die eigentlich mit Strukturwandel zu tun?
00:14:54: Also ein schönes Projekt Friedhofs Grün.
00:14:59: Ich gönne den Aachner neue Friedhofsgärtner rein und so weiter, aber das hat jetzt mit Strukturwandel nicht so fürchterlich viel zu tun.
00:15:07: Mehr fallen da noch diverse andere Punkte ein.
00:15:09: also wenn man sich es mal durchsieht denkt man oh krass was machen die hier alles?
00:15:12: Irgendeinen Wanderfahrt und da ein schönes Bechlein!
00:15:14: Alles gut kann man alles machen nur für die Infrastrukturwandern offensichtlich kein Geld.
00:15:19: Also sprich Straßen Brücken will ich jetzt gar nicht mehr anfangen, denn wenn ich an die reinen Brücken denke... Das ist eine eigene Folge.
00:15:24: Das ist ne eigene Folge?
00:15:25: Mehrere.
00:15:26: Hatte auch Auswirkungen auf uns!
00:15:28: Also alleine dieses Drama was wir in Bonn erleben das Drama was wer an der Leverkusener Brücke erlebt haben und was wir jetzt auch an der Kölner eigentlich einer roten Kölchener Brücke und weiß wer jetzt da im Eiffeltor erleben, dass wirkt sich ja alles auf uns aus.
00:15:39: Wir sind ja nicht irgendwo anders, wir sind ja direkt rund um Köln rum und diese ganze Katastrophe erleben wie er mit gibt Probleme.
00:15:46: Wir haben das Thema Eisenbahnen also das plötzlich S-Bahnverbindung bestehen sollten, zwanzig Jahre nach hinten geschoben werden.
00:15:54: Wir erleben eben dass die Stromleitungen nicht ausgebaut werden und vieles andere aber gleichzeitig werden Friedhöfe gemachten.
00:16:00: das ist ein Punkt wo man sich sagt irgendwie wird er nicht richtig eingesetzt.
00:16:07: Was ist denn eigentlich eine vernünftige Strukturwandel?
00:16:09: Ein Strukturwandel ist, ich habe vorher Arbeitsplätze in einer bestimmten Branche, also sprich in der Kohle.
00:16:15: Und wenn der Strukturbandel fertig ist, hab' ich möglichst diese und dann eben auch noch mehr Arbeitsplätzen in anderen Branchen.
00:16:21: Das ist für mich ein gelungener Struktur-Wandel.
00:16:24: Da muss sich natürlich das Geld so einsetzen dass es auch funktionieren kann und deshalb haben wir von Anfang an gesagt Schaut euch doch mal die Kommunen an, da ist ja Platz.
00:16:32: Warum erschließen wir dann nicht neue Gewerbegebiete und machen das wirklich?
00:16:35: Machen tolle Gewerbegebiete weil man muss sagen diese Region Rheinisches Revier ist eine Zukunftsregion.
00:16:40: Die liegt zwischen Aachen, Köln, Düsseldorf.
00:16:43: Wir haben Unis, Forschung, unheimlich viele motivierte Leute.
00:16:48: Wir haben Arbeitskräfte, Verkehrsanbindungen, zwei Flughäfen.
00:16:52: Also eigentlich ist es eine Region wo man richtig was Cooles draus machen kann.
00:16:56: Aber dafür müssen halt die Parameter stimmen.
00:16:59: Und wenn ich möchte, dass sich da auch Industrie oder Unternehmen ansiedeln, dann brauchen sie halt fertig erschlossene Industrie- und Gewerbegebiete.
00:17:06: aus unserer Sicht, also einfachste gewesen.
00:17:08: Man macht das man erschließt sie und zwar am besten mit China Straße mit vernünftigen Leitungen mit auch Anschlüssen.
00:17:14: Das ist ja auch noch ein eigenes Thema.
00:17:16: Und dann kommen die Leute schon weil die Firmen brauchen ja auch Platz um sich um wachsen zu können und dass war für uns so.
00:17:23: der Traum wie es im Rheinischen Revier halt wirklich zum Strukturwandel kommen kann Passiert aber so nicht, sondern die Kommunen werden komplett alleine gelassen.
00:17:31: Die müssen die Gewerbegebiete alle selber erschließen.
00:17:33: Wir haben nicht die Leute dazu, wir haben nicht das Geld dazu und das Geld was es halt dafür gibt fließt in Projekte wo man sagt okay Da entstehen vielleicht jetzt ein paar Arbeitsplätze in einer Papierfabrik der Zukunft, aber das ist jetzt auch kein Projekt was sich selber tragen wird.
00:17:49: Sondern es ist ein Projekt was halt immer auf Subventionen angewiesen ist.
00:17:53: und genau das wollen wir nicht!
00:17:55: Wir wollen nicht die nächste Subventionsregion in Deutschland werden sondern das Rheinland-Jauvier ist eine starkere Region, eine wirtschaftlich starke Region.
00:18:01: da wird Wohlstand erwirtschaftet und wir wollen wirklich verdammt.
00:18:04: nochmal sorry dass das in den nächsten zehn Jahren einfach so bleibt.
00:18:08: Und liegt diese in euren Augen falsche Planung?
00:18:11: vielleicht auch daran, dass man jetzt irgendwie alles schnell über das Knie brechen muss.
00:18:15: Das macht die Sache nicht besser.
00:18:18: Ja, ich glaube auch das ist ein Faktor.
00:18:19: Es war natürlich auch der Punkt.
00:18:20: es gab einen riesigen Geldtopf und dann kamen alle mit ihren Wünschen was auch grundsätzlich nachvollziehbar ist.
00:18:25: Das ist gar keine Frage.
00:18:26: wenn man dir sagt ja wünschst ihr was?
00:18:28: Dann machst du auf was!
00:18:28: Das Problem ist nur dass man explizit seinerzeit die Infrastrukturmaßnahmen ausgeschlossen hat.
00:18:33: Sie hat man eben nicht gemacht und wir erleben das jetzt gerade.
00:18:36: Wir haben uns da auf dem Weg gemacht gemeinsam mit dem RWE und tatsächlich mit dem Land eine Fläche zu entwickeln hier auf Romerskirchner Gebiet liegt die eigentlich mal als Kraftwerks-Erweiterungsfläche vorgesehen war.
00:18:48: Übrigens für das größte Blaunkohlekraftwerk Deutschlands, was mit zehn Prozent auf Rombos Kirchner Gebiet steht und was dort zum größten Kraftwerk Europas geworden wäre.
00:18:56: Aufgrund des Kohleausstiegs wird es natürlich nicht mehr kommen.
00:18:59: wir haben gesagt boah aber jetzt lasst die Fläche bitte nicht wieder acker werden sondern lass mal gucken ob wir da etwas machen können um eben Strukturwandel ja nicht nur zu begleiten um wirklich was zu tun um dort Arbeitsplätze in modernen Bereichen zu schaffen.
00:19:10: Und was Nicole eben sagte Wir haben extrem viele Anfragen nicht so, als wenn die Region ich sage mal irgendwo hinter in der letzten Ecke von Deutschland wäre und keiner wollte hin.
00:19:21: Das ist hochinteressant das ist ein total spannender Gegend.
00:19:24: allein auch diese Grenzregion zu Benelux dass es hoch spannend.
00:19:27: zu den Häfen die sind nicht weit des der Großraum Köln-Düsseldorf also das prosperiert das ist nicht das Problem.
00:19:33: aber wir brauchen Flächen und sie müssen eben funktionieren.
00:19:35: so jetzt kommen wir zum Paradoxon dass wir dann diese Fläche haben die sogenannte Starterfläche, rund dreißig Hektar.
00:19:41: Es gibt noch viel mehr Flächen, die da noch anschließen aber die ist quasi direkt bebaubar.
00:19:45: also Baurecht besteht.
00:19:46: Aber jetzt kommt es stets sich raus ausgerechnet neben dem größten bräuchte Kraftwerk Deutschlands direkt neben dem Umspannwerk.
00:19:53: Also gibt's kein Strom.
00:19:54: der Strom ist nicht da und Da kommen dann Investoren.
00:19:57: Das kann man kein
00:19:58: mehr erzählen, genau!
00:19:59: Und da kommen Investoren aus
00:20:01: den... Die sehen den Strom.
00:20:02: ...die sehen den Strumpf.
00:20:03: Die kommen aus den USA, die kommen aus Frankreich, also wirklich kommen überall her weil sie sagen boah wir möchten hier in dieser Region was machen.
00:20:10: und für diese egal ob es jetzt Romerskirchen, Badburg oder Grimbruch ist, die wollen in dieser Großregion Köln-Düsseldorf-Aachen ein Standort haben und sagen oh da können bis zu zweitausend Arbeitsplätze allein auf dieser Fläche entstehen.
00:20:20: wunderbar.
00:20:21: Straßenanbindung ist gegeben, Eisenbahnanbindungen ist gegeben gar kein Thema.
00:20:25: Und Strom muss ja auch da sein, wir sind im größten Kraftwerk und die Leitung müssten ja liegen!
00:20:30: Ja in der Theorie ist das auch so.
00:20:31: aber dann sitzt man mit den am Tisch und muss dann sagen wie viel Strom brauchen sie denn?
00:20:36: Dann kommt man ganz schnell an einen Punkt wo man sagt ne is leider nix da.
00:20:38: also ihr könnt ein megawatt Baustellenstrom haben nur zum vergleichen mit einem Megawatt kommt man nicht weit.
00:20:44: Also das was sich unter dem vorstellen funktioniert halt nicht.
00:20:47: Ich will noch ein Beispiel nehmen.
00:20:49: Seien die denn dann, wie lange das dauert?
00:20:51: Also wie lange sieht man da kein Strom?
00:20:53: Das
00:20:53: ist genau das Problem!
00:20:55: Man kann es nicht genau sagen, man sagt vielleicht, naja, vielleicht... Wir
00:20:59: lieben uns ja gerne, wenn man auch nicht planen kann.
00:21:01: Das ist
00:21:01: der Punkt, also wenn man sagt, vielleicht, vielleicht auf Frühjahr oder später aber wir wissen's nicht genau und jetzt verkaufen sie mal einen Grundstück an jemandem ohne Strom.
00:21:12: Also, wo Sie sagen können, naja bauen können sie als Baustellenstrom ist da.
00:21:15: Aber danach?
00:21:15: Boah das können wir nicht genau sagen!
00:21:17: Machen Sie mal einen Hochlaufkurve überlegen sind mal wie viele Strom Sie wann vielleicht brauchen und dann gucken wir mal ob das passt.
00:21:22: Ja der ist natürlich.
00:21:23: jeder Investor insbesondere aus Übersee sagt dann ähm ja dann so ich mit auch was anderes.
00:21:28: Übrigens Das betrifft nicht nur Homerskirchen also in RomerskIRCHEN ist deswegen auffällig weil wir eine der ersten Flächen haben die suche wir Die jetzt sofort Ähm entsprechend umgesetzt werden können.
00:21:38: es gibt noch viel mehr flächen und wenn wir uns dann ansehen okay die haben alle das Stromproblem, dann weiß ich nicht wie dieser Strukturwandel gewinnen soll.
00:21:45: Also wie das passieren soll was da...
00:21:47: Das klingt auf jeden Fall sehr absurd dass man neben einem Umspannwerk keinen Strom hat
00:21:52: Kann man so sagen, ja.
00:21:53: Ich schaue die ganze Zeit schon auf die Uhr und wir diskutieren, das ist wunderbar!
00:21:57: Wir haben noch so viele Themen, die wir besprechen wollen.
00:21:59: Alle werden wahrscheinlich nicht mehr schaffen aber ich habe ja gesagt der Titel dieser Folge heißt Kohle, Hamster, Hambi & KI.
00:22:05: Und da haben wir noch die Hamster und wir haben noch Hambi&KI die wir noch abfrisch dücken müssen.
00:22:10: Also fangen wir doch mal mit KI an.
00:22:13: Es gibt nämlich ein Motto der Landesregierung von der Kohle zur KI.
00:22:19: Soll das Motto des Rheinischen Reviers werden, Martin?
00:22:22: Ja ist genau das Thema.
00:22:24: Ist auch eine gute Idee.
00:22:24: grundsätzlich also wir reden über Hyperscaler die dort hinkommen.
00:22:28: diese Hyperscale alleine sind im Prinzip Großrechner und rund um die Großrechter sollen sich Unternehmen ansiedeln.
00:22:33: man sprach schon vom ja rheinischen Silicon Valley also quasi diese Idee.
00:22:37: Wir schaffen hier Unternehmen aus der aus der KI-Branche also alles was mit IT zu tun hat.
00:22:42: die kommen da hin.
00:22:43: Man muss dazu sagen nahezu jeder moderne Industriezweig braucht, auch KI.
00:22:49: Also wenn sie einen großen Versanddienstleister haben da arbeiten Roboter die da Sachen intern verschicken.
00:22:55: Sie brauchen also überall große Rechner und große Rechenleistung.
00:22:58: soweit so gut.
00:22:59: soweiht die Theorie.
00:23:00: das Problem ist dass diese Großrechner dieser Hyperscaler und alles was da dran kommt extrem viel Strom braucht.
00:23:11: Wir haben zum Beispiel eine Anfrage für diese Fläche, über die ich eben sprach.
00:23:16: Da würde sich auch so ein Datasentanier lassen.
00:23:19: Die brauchen aber zwischen einen Hundertfünfzig und fünfhundert Megawatt!
00:23:24: Ich habe zur Verfügung ein Megawatt.
00:23:26: So, da kann man sich vorstellen das funktioniert nicht.
00:23:28: und genauso lachen die dann auch und sagen ja gut das ist dann schlecht so.
00:23:32: und das heißt KI in der Theorie Gut Aber in der Umsetzung große Frage.
00:23:38: Und wie gesagt KI funktioniert nicht nur durch die Hyperscaler selber, das sind die Großrechner im Prinzip die Anschlüsse sondern um alles was sich darum entwickelt.
00:23:47: Strom als Hürde an dieser Stelle ausgerechnet und das macht total Paradox im reinigen Revier ausgerechnet da wo man sagt wir steigen aus der Kohle aus und jetzt stellen wir fest jetzt haben wir keinen Strom.
00:23:56: Nächstes Stichwort, Humbi auch Teil der Überschrift für diese Folge.
00:23:59: Der Hambacher Forst, seien wir uns auch dran, zum Beispiel im Achtzehn-Bass.
00:24:03: Aktivisten haben Baumhäuser dort besetzt und sich da verschanzt.
00:24:07: Jetzt sollen Teile des Hambacher Fors unter Schutz gesetzt werden?
00:24:11: Ja das ist auch wieder so eine Aktion die wir seltsam finden weil da haben Landesregierung und RWE wirklich wieder am Parlament und noch an der Wirtschaft vorbei einen Deal gemacht dass sie jetzt sagen Das soll jetzt irgendwie ein Urwald werden.
00:24:26: Dazu muss man vielleicht den Hambacher Forst mal einordnen, also es wird ja immer so getan als ob da wirklich Mammutbäume in der Größenordnung von tausend-zwei-tausend Jahren stehen.
00:24:36: das ist nicht der Fall sondern das ist ein kultiviertes Gelände.
00:24:39: Der älteste Baum ist ca.
00:24:41: zweihundert Jahre alt Die sind ja glücklicherweise alle persönlich untersucht worden die Bäume die dastehen.
00:24:46: Und wenn man das jetzt mal ins Verhältnis setzt, also der älteste Baum der Welt ist neuntausend fünfhundfünfzig Jahre alt.
00:24:51: Da sieht man, da sind halt noch sehr junge frische Bäume die dastehen Und man tut da jetzt so, als ob man da einen Weltkultur- oder einen Weltnaturerbe irgendwie erhalten würde.
00:25:03: Das ist halt so nicht.
00:25:05: Es gibt sogar Gutachten, die sogar auch von der Landesregierung sagen, wenn man das noch abholzen würde, hätte das gar keine nachteilige Auswirkungen auf die sogenannten Naturraumfunktionen.
00:25:16: Und wir ordnen das auch immer ganz gerne noch mal generell ein.
00:25:20: In Deutschland sind immerhin Siedlung und Verkehr, sind vierzehn Komma sechs Prozent Landwirtschaft in Deutschland.
00:25:26: Es macht fünfzig Komma zwei Prozent der Fläche aus Wald und Gehölze Immerhin Einen Dreißig Komma Zwei Prozent davon Wald Neunzeinzig Prozent und Gewässer und sonstiges Vier Prozent.
00:25:36: Das heißt also Wir Reden hier von vierzehnt Komma Sechs Prozent unserer Flächen Die überhaupt bebaut ist in Deutschland.
00:25:42: Und da wird jetzt der Eindruck erweckt, als ob das letzte Grün wäre im Rheinischen Revier was man jetzt irgendwie verteidigen muss gegen alles was da kommt.
00:25:50: Im Endeffekt geht es aber gar nicht um Naturschutz würde ich jetzt mal sagen sondern es geht schon darum dass man den Kohleabbau nachhaltig verhindern möchte und dass man wirklich das jetzt so zumachen möchte, dass man halt sagt auf gar keinen Fall mehr Kohleabbau selbst auch nach dreiundreißig nicht.
00:26:06: wenn es dann nicht mehr funktioniert Ist das dann so, dass man da nicht mehr rankommt?
00:26:11: Weil unter dem Wald liegt halt die Kohle und um daran zu kommen müsste der weg.
00:26:15: Und wenn man jetzt sagt, das ist alles Naturschutz und da darf jetzt keiner mehr ran, dann ist es nichts anderes als die absolute Verhinderung, dass wir da weiter Energie aus der Kohle rauskriegen.
00:26:25: Den ganz schnell noch der Hamster!
00:26:27: Ja Hamster ja also der Hamstar den gibt's bei uns auch im Rheinischen Revier insbesondere in Romerskirchen und er hat uns hier schon mal verfolgt.
00:26:33: dagegen ist nämlich um die Frage welche Flächen für Windkrafterzeugen bestehende war damals so, dass man gesagt hat naja wir dürfen... Wir hatten uns im Rat geeignet und haben gesagt es können dort Windräder hin an den Ortsrand.
00:26:48: Dann stellt sich heraus aber genau da sind die Hamster.
00:26:50: jetzt habe ich noch nie fliegende Hamster gesehen aber wir haben alle gedacht okay das kann man miteinander machen.
00:26:55: dann waren damals die zuständigen Naturschutzbehörde gesagt nein da wo hamster sind dürfen keine Windrädern innen.
00:26:59: So weit zu gut!
00:27:01: Aber jetzt passiert der folgendes das gleichzeitig auf Regionalratsebene dann wieder neue Flächen geplant worden Und diese Flächen haben ganz große andere Teile der Gemeinde mit Windrad-Zonen überhäuft, auch gegen den Willen wirklich der Kommune und auch gegen die Wille in der Bevölkerung.
00:27:18: Das ist jetzt eine riesige Bürgerinitiative gegründet und sobald sie gesagt hat, wir haben euch Flächen angeboten aber ihr wollt ihr jetzt genau woanders setzen?
00:27:24: Übrigens auf diesen Flächen gibt es auch Hamster!
00:27:26: Jetzt kommt aber das total bekloppte... gegen den Willen der Bevölkerung, gegen den willen der Politik.
00:27:32: und wirklich alle Flächen geplant für Windräder an Stellen die ungünstiger sind.
00:27:40: Jetzt hat aber der Antragsteller gleichzeitig von der zuständigen oder vom Zuständigen Rheinkreis neu ist, die zuständige Behörde wiederum eine Genehmigung bekommen dort wo eigentlich ursprünglich es dürfen keine Windräder hin jetzt Windrädern hinzustellen weil dort die Hamster sind so.
00:27:53: Jetzt fragt man sich was das denn für eine Art von Politik?
00:27:55: Also entweder wir haben erstmal ursprünge Flächen vorgeschlagen um an anderer Stelle keine Windräder zu haben und zu sagen, okay wir haben sie so verträglich wie möglich.
00:28:03: Dann war der Hamster ein gutes Argument die Windräde dazu verhindern als dann auf andere irgendwie geplant wurde diese Flächen diese von euch nicht gewollten Flächen kommen.
00:28:12: danach hat man gesagt jetzt ist er hamster aber obsoliert jetzt kommen auch noch Windräden hin.
00:28:16: also man hat uns im Prinzip ja veräppelt und wir kommen uns auch wirklich verhamstert sozusagen.
00:28:21: und man fragt sich also wirklich ob dieses Thema Naturschutz dann wirklich ernst genommen wird oder ob das immer nur dann gezogen würde?
00:28:26: Das ist eben der Eindruck wenn es gerade passt.
00:28:28: Also, das ist so ein bisschen wie mit dem Hambi.
00:28:30: Mit dem Hambacher Forst wird dann gezogen wenn man es gerade brauchen kann.
00:28:33: Dann heißt es plötzlich Naturschutz und dann, wenn es irgendwie nicht passt, dann ist der Naturschutz plötzlich weg!
00:28:40: Ich schaue auf die Uhr, knapp eine halbe Stunde haben wir schon rum.
00:28:42: Wir kommen zur Abschlussfrage.
00:28:44: An geht an euch beide natürlich.
00:28:45: jetzt haben wir viel über das Rheinischen Revier und auch den Strukturwandel gesprochen.
00:28:50: deswegen die konstruktiv nach vorne blickende in die Zukunft blickend Frage mit Marty McFly wie kann der Strukturwandel im rheinischen revier denn tatsächlich gelingen?
00:29:01: Und was was wünscht ihr euch was in den nächsten Jahren passieren wird?
00:29:04: Fangen du doch an, Martin und Nicole.
00:29:06: Also erst mal den Druck aus dem Kohleausstieg raus.
00:29:08: also ich glaube die zwanzig drein-dreißig brauchen wir auf jeden Fall Und gleichzeitig muss sich jetzt mit Vollgas vorangehen.
00:29:13: das Viechwort Gaskraftwerke Stichwort Leitungsausbau.
00:29:16: also wie gesagt es kann nicht sein dass man überall Windräder errichtet und Die leitungen dahinter nicht baut und die windräder stehen nachher still haben übrigens normalskirchen auch Stehen Windkraftanlagen still die fertig sind weil sie nicht angeschlossen werden können Weil das letztungsmäßig da ist.
00:29:27: also Das heißt in Infrastruktur investieren Leitungen Straßen Schienen Flächen Und gerne dann eben auch drumherum.
00:29:35: Naturschutz, gar keine Frage.
00:29:37: Man sollte alles machen, aber diese wichtigen Standortfaktoren schaffen.
00:29:42: und wenn man das schafft, dann glaube ich habe mir eine Chance diesen Strukturwandel zu erfolgreich meistern.
00:29:48: Aber bitte diesen Druck rausnehmen aus diesem Ausstieg zum Anzig-Zweizig weil da weiß ich nicht wie das noch gehen soll!
00:29:53: Also unser Petitum und unser Wunsch schwer, dass man jetzt nicht mehr ideologisch handelt sondern einfach mal realistisch.
00:29:59: Und da muss man natürlich dann auch mal ein Fragezeichen hinterher die twenty-dreifig stellen.
00:30:03: Man kann ja sagen also wir sagen immer lass uns doch schnellstmöglich aus der Kohle aussteigen aber dann wenn alles andere geregelt ist Und uns ist halt wichtig, dass Arbeitsplätze erhalten werden und neu geschaffen werden.
00:30:13: Dass der Wohlstand in der Region da bleibt.
00:30:16: Also ich wünsche dem Rheinischen Revier das es die Stärke, die es alleine durch seine Lage hat.
00:30:22: Und eben auch durch viele engagierte Leute wie Martin, die vor Ort wirklich die Fahne hochhalten für Arbeitsplätzen und für Industriegebiete und für Wohlstände kämpfen.
00:30:32: Wir sind weiterhin an eurer Seite Und ich hoffe, dass wir uns da durchsetzen und das wir einen ganz tollen Strukturwandel im Rheinischen Revier hinbekommen.
00:30:40: Das hat die Region verdient und das ist auch wichtig für Deutschland.
00:30:44: Danke Nicole!
00:30:44: Danke Martin, dass du hier warst und gerne
00:30:46: euch
00:30:47: fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal bei der Stimme der Wirtschaft.
00:30:49: Tschüss!
00:30:49: Ciao!
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