Folge 31: Going Circular – and the Winner 2026 is...
Shownotes
Wie wird ausgerechnet die Baubranche kreislauffähig?
Andreas Kunsmann, CEO der Polycare Research Technology GmbH und Gewinner der 2026er Auflage des bundesweiten IHK-Wettbewerbs „Going Circular“, hat darauf eine konkrete Antwort: zementfreier Beton und ein modulares Wandsystem, das sich nicht nur schnell aufbauen, sondern auch zerstörungsfrei zurückbauen und wiederverwenden lässt.
In der neuen Folge von „Stimme der Wirtschaft“ spricht er mit IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein und Moderator Konstantin Klostermann über die Entwicklung der Technologie, die ersten Projekte auf Baustellen und den besonderen Moment, als eine vorgefertigte Wand am Kran über die Baustelle schwebte. Es geht aber auch um langwierige Zulassungsverfahren, zahlreiche Baunormen, die schwierige Finanzierung von Innovationen und die Frage, wie Politik und IHK Unternehmen bei der Transformation unterstützen können.
Eine Folge über nachhaltiges Bauen, unternehmerische Hartnäckigkeit und eine Idee mit großem Potenzial für die gesamte Branche.
Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Stimme, der Wirtschaft dem Videopodcast der IRK Köln.
00:00:08: Heute geht es um ein Thema das der IRk-Köln sehr wichtig ist.
00:00:11: Es geht um die Verbindung von Ökologie und Ökonomie.
00:00:15: Vor gut fünf Jahren hat die IRK-Kölln dazu einen bundesweiten Wettbewerb ins Leben gerufen – Going Circular heißt er.
00:00:24: Und einmal pro Jahr beim Ecomony-Forum der IHK Köln werden die Sieger geerdet und einer dieser Sieger ist heute hier bei uns.
00:00:33: Freuen wir uns sehr drüber, Andreas Kunzmann ist da, der CEO von Polycare Research Technology.
00:00:39: Herzlich willkommen!
00:00:39: Danke für die Einladung
00:00:41: Und natürlich ist der Hauptgeschäftsführer der ERK Köln auch mit dabei, Uwe Vertelein.
00:00:45: Hallo Uwe!
00:00:46: Hallo Konstantin!
00:00:46: Uwe lass uns kurz über diesen Wettbewerb noch mal sprechen.
00:00:49: Going Circular haben wir in der Vergangenheit schon einmal getan aber wissen vielleicht nicht alle Zuschauerinnen und Zuschauer über going circular Bescheid?
00:00:56: was ist das genau für ein Wettbetrieb?
00:00:58: Ja Circular Economy also das Wirtschaften im Kreislauf die Ressourcenwiederverwertung auch schon planen dass man die Stoffe nachher wieder verwerten kann kommt langsam in der Wirtschaft an.
00:01:09: Wir haben den Wettbewerb ins Leben gerufen auf die Idee eines leider verstorbenen Fördersamtsmitglieds, Markus Müller-Drechsel.
00:01:18: Der gesagt hat komm lass uns doch da mal ein bisschen Initiativwerden, da ein bisschen mehr Energie reinbringen und es bekannter machen das man eben Ökonomie und Ökologie besser verbinden kann.
00:01:28: Und er kam dann zu mir und unserer Präsidentin und wir haben sofort begeistert, machen war!
00:01:32: Und so kam es jetzt zur sechsten Auflage.
00:01:40: Das ist eine bunte Mischung, quer durch verschiedene Branchen und Ideen.
00:01:43: Das Erste war die Vital GmbH.
00:01:46: Die machen so ein Becher-System für die Gastronomie.
00:01:51: Ihr kennt das alle weg, wir haben das als erstes mal ein gutes System gemacht.
00:01:56: Das Zweite war die Konkühler GmbHO Stuttgart auch schon beim bauen.
00:02:01: die haben eine digitale plattform gemacht auf der man dann eben alles was man verbaut hat eintragen kann damit wir die stoffe, dann später eben nicht mehr mühselig mit labor identifizieren muss sondern eben schon weiß was da drin ist wenn man es wieder verirrt.
00:02:14: Das dritte war die igus scheme hier aus köln Ein Kunststoffrecyclingkonzept installiert, wo sie nicht nur ihr eigenen speziellen Kunststoffe zur Technischen Kunststoff zurücknehmen sondern eben auch die von Mitbewerbern und zu hohen Wert für einen Beitrag geleistet haben.
00:02:31: Und dann war im Jahr zwanzig vierundzwanzig was die Clean-Zort GmbH.
00:02:37: das haben die gemacht.
00:02:38: Die haben ein System entwickelt wie man auf dem Band bei der Sortieranlage vom Müll nicht nur Metall rausziehen kann sondern differenzieren kann.
00:02:49: Welche Allo-Legierung ist da in welcher Kohladose oder welche anderen Dose, damit man Sorten reinsortieren kann?
00:02:54: Was natürlich die Wertstoffe nachher sehr viel wertvoller machen.
00:02:57: Und im letzten Jahr war es die Omnikwo aus Aachen.
00:03:02: Die haben Laufen gezüchtet mit denen man eben Lebensmittelabfälle... verwenden kann, die laufen wieder als Eiweißstoff in einen Nahrungsmittelkreis aufbringen kann oder eben zu dünnem Mittel verarbeiten kann.
00:03:17: Also lauter tolle Ideen und im diesem Jahr... Andreas!
00:03:21: Wie war es denn diese Veranstaltung?
00:03:24: Es war eine tolle Geschichte.
00:03:26: Wir hatten am Schluss sechs verschiedene Finalisten Auch in der Bandbreite, von der Frage von blister Verpackungen bis hier zu einer besseren Aufbereitung von Altreifen.
00:03:37: Also auch da ein super buntes Bild und am Ende gab es eben einen Sieger!
00:03:42: Und das ist die Polycare Research Technology GmbH.
00:03:45: Andreas, herzlichen Glückwunsch nochmal zu diesem Titel, zu diesem Preis.
00:03:50: und jetzt erklär uns doch mal bitte was genau macht Polycare research technology?
00:03:55: Was habt ihr
00:03:55: erfunden?!
00:03:56: Ja erstmal vielen Dank.
00:03:58: im Kern stellen wir uns die Frage, wie wir die Baubranche in eine Kreislaufwirtschaft transformieren können.
00:04:05: Und da gibt es mehrere Herausforderungen und die versuchen wir entlang der gesamten Kette auch zu lösen.
00:04:13: Warum wir das so machen?
00:04:13: Das kann ich ja später noch mal erklären.
00:04:15: im Kern kümmern wir uns auf Materialebenum des Bindemittel im Beton.
00:04:20: Das ist normalerweise der Portnanziment, der sehr CO-II intensiv ist in der Herstellung.
00:04:26: den möchten wir ersetzen durch unterschiedliche Materialströme.
00:04:30: Die meisten gehören zu der Materialfamilie Puzzolane, das wird jetzt vielleicht schon ein bisschen spezifisch.
00:04:35: Die zweite Herausforderung ist wie können wir eigentlich kreislauffähig bauen?
00:04:39: Da sind wir dann im Gewerk also in Gebäude drin und unser erstes Produkt ist ein Wandsystem dass eben ja nicht nur einfach aufgebaut werden kann sondern auch zerstörungsfrei zurückgebaut werden Und die einzelnen Teilelemente können dann direkt wiederverwendet werden.
00:04:57: Das zweite und das dritte ist, wo werden diese Produkte eigentlich hergestellt in Zukunft?
00:05:05: Da richten wir unsere Entwicklungen entsprechend so aus, dass die Produkte auf bestehenden Betonwerken hergestellt werden können.
00:05:10: Die benötigen teilweise ein kleines Upgrade.
00:05:12: beim Kern lässt sich dann die bestehende Infrastruktur nutzen, sodass wir keine neuen Werke mehr bauen
00:05:17: müssen.".
00:05:19: Beton, der zementfrei ist.
00:05:21: Wie bist du immer?
00:05:22: Wie kommt man auf die Idee?
00:05:25: Relativ schnell wenn man sich vor Augen führt was für ein Impact Zement auf der Erde hat.
00:05:31: Zement verursacht ca.
00:05:33: sieben bis acht Prozent der globalen CO-Zweihemission.
00:05:35: und wenn da so Zement ein Land wäre, wer ist der drittgrößte CO-Emitent?
00:05:39: Krass!
00:05:43: Und ich selbst bin Verfahrenstechniker oder Chemieingenieur, hat man das damals vom KIT genannt?
00:05:49: Man weiß, dass in der Zementherstellung das Brenn von Kalk WCO-II chemisch auch freigesetzt ist.
00:05:55: Also sehr schwer zu dekarbonisieren.
00:05:58: Das heißt man denkt eigentlich relativ schnell über einen anderen Weg nach also einem ganz anderen Weg ähnlich wie in der Mobilität weg vom Verbrenner hin zur Elektrifizierung.
00:06:08: Das ist ein ganz anderer Antrieb.
00:06:09: Ein ganz anderes Auto wird anders zusammengesetzt die Entwicklung des Autos anders.
00:06:15: dann ist so eine Parallele würde ich sagen
00:06:17: Ist ein toller Weg, ist ein wichtiger Weg und es ist natürlich auch ein Weg der... Ein neuer Weg.
00:06:24: Nimm uns mal mit wie sind diese ersten Phasen?
00:06:27: Diese ersten Monate, die ersten Jahre als Start-up.
00:06:30: Wie ist das vorwärts gegangen?
00:06:32: Jetzt habt ihr diesen Preis gewonnen.
00:06:33: Das ist natürlich eine schöne Zwischenerfolg aber ihr seid ja noch lange nicht am Ende.
00:06:37: Aber wie waren die Anfänger?
00:06:38: also ging's die ganze Zeit gerade aus.
00:06:40: oder hatte dir Hürden?
00:06:42: welche waren das?
00:06:42: Wie habt ihr sie genommen?
00:06:45: Ja geradeaus gings natürlich nicht bis Tatsächlich, als wir gestartet sind mit der Entwicklung war unser Zielmarkt noch die Flecken in der Erde wo extrem viel Neubau nachgefragt wird.
00:06:59: Südlich Desahara, Südostasien und auch Südamerika haben wahnsinnige Herausforderungen im Wohnungsbau.
00:07:05: Wir hatten dann Anfang von dem ersten Werk in Namibia aufgebaut zur Herstellung dieser Bausteine mit lokalen Kräften.
00:07:15: letztendlich Mit der Pandemie sind dann die Wirtschaftsketten in Südafrika zusammengefallen.
00:07:24: Wir konnten das Werk noch aus Europa versorgen bei Container, aber es war nicht mehr wirtschaftlich und am Ende zwar nicht mehr haltbar.
00:07:31: Dann wurde das Werk geschlossen und damit für uns die Kernfrage im Unternehmen.
00:07:38: bringen wir das was wir da gelernt haben also Modular gebaut, vorgespannte Wände.
00:07:44: Kein Mörtel, kein Kleber dazwischen und wiederverwendbar.
00:07:48: Bringen wir diese Kernthemen nach Deutschland sind wir jetzt so weit umkreislaufiges Bauen je nach vorne zu bringen und haben in demzu dann auch in allen Bereichen ich hatte die drei Jahre vorhin schon genannt entsprechende strategische Entscheidungen getroffen und uns dann darauf kummittet um Deutschland anzugreifen.
00:08:06: genau das ist jetzt dann sehr schüttig drei jahre her und wir sind jetzt ein Jahr drei auf den ersten Baustellen gelandet, genau.
00:08:13: Sprechen wir gleich drüber wie das dann war auf deinen ersten Bausstellen und hier auch sein Produkt zu sehen.
00:08:17: aber ich möchte noch einmal zum Preis zurückkommen denn ihr jetzt gewonnen hat.
00:08:21: Göring-Sirkula Wie bist du oft diesen Wettbewerb aufmerksam geworden?
00:08:25: Und warum hast du gesagt okay komm da gehen wir ins Rhein
00:08:28: Ich bin Kölner.
00:08:30: Mach ich mal so
00:08:31: ein
00:08:31: Genau ich war letztes Jahr schon zu Besuch hier.
00:08:34: viele der Unternehmen die sie genannt hatten, kenne ich ganz gut.
00:08:38: Omnivor verfolge ich auch, das ist eine tolle Idee!
00:08:42: Mit Konkular arbeiten wir.
00:08:45: Trick-Prick war letztes Jahr da und haben glaube ich Publikumspreis gewonnen, ja, kenn' ich auch sehr gut.
00:08:51: Und dann die Fertigung von der ich vorhin schon gesprochen hatte, dies in Essen Kupferdreh auf dem Werk von Bärdingbeton.
00:08:58: Das ist also eine gute Dreiviertelstunde, Autostunde entfernt Und unsere Wertschöpfoskette ist sehr stark hier in NRW verburzelt, tatsächlich.
00:09:08: Ich habe natürlich einen großen Interesse daran hier an NRW vor allem hier in Köln auch was zu bauen genau.
00:09:15: Dann
00:09:16: musstest du bei dem Wettbewerb in ein Pitch hast vorgestellt, was ihr macht und was die Idee dahinter ist?
00:09:22: Und muss das eine Jury überzeugen?
00:09:25: Wie war das?
00:09:27: Wie viel der Pitch war das in deinem Leben?
00:09:29: Und wann hast du gemerkt okay, es läuft
00:09:33: ja!
00:09:34: Pitschen tue ich fast jede Woche.
00:09:37: In unterschiedlichen Konstellationen, es ist natürlich vor so einem Publikum noch mal was anderes und war wie gesagt eine Mischung aus Herzensangelegenheit aber auch strategischer Wichtigkeit weil ich weiß die IAK Köln ist sehr stark vernetzt doch gerade im Bau.
00:09:57: wir haben ja auch einen Nachgang darüber gesprochen das wir jetzt noch in nächsten Schritt zusammen machen können Und es ist nicht einfach für uns, die großen Spieler in der Baubranche für diese neuen Bauweisen zu gewinnen.
00:10:11: Das ist jetzt kein spezielles Problem für uns sondern ein generelles Problem und deswegen bin ich für jede Bühne wo wir auf diese Themen kommen und um mehr Aufmerksamkeit diesen Themen schenken können sehr dankbar!
00:10:25: Insofern war das für mich klar dass wir uns bewerben und für mich war der Weg eben auch entsprechend kurz.
00:10:32: Und wie hat Andreas die Jury überzeugt?
00:10:34: Wobei.
00:10:35: Erstmal hatten wir sehr viele Bewerbungen, die gingen in den Vorauswahl.
00:10:39: Da waren unser Partner drin mit Habolon, VDIVDE auch die Walterscheid GmbH und die haben mal vorsortiert.
00:10:46: Der Rest ging dann in eine Jury.
00:10:48: In der Jury saßen wirklich tolle Leute aus Wissenschaft, Wirtschaft aus den Medien.
00:10:58: Das waren zum Beispiel Herbettzüge vom EW-Institut hier in Köln, das war Frau Franzke die Schiffen von der Stadtinvestorungsbetrieb in Kologne, die auch bei uns im Ausschuss verummelte Energie ist.
00:11:10: Da waren z.B.
00:11:12: auch die Frau Götters von der Metabol und dabei dann eine Dame von Echo sein, die Frau Steger.
00:11:20: Und dann hatten wir auf Petersenz dabei, denn Gerdrodenhof leiten auch unsere Netzwerke Biodiversity Managed und natürlich unser Präsidentin Nicole Grünewald.
00:11:28: Was hat die überzeugt?
00:11:29: Es ist eben nicht bloß ein Idee sondern es eine Idee, die eben auch tatsächlich bereits umgesetzt ist, die funktioniert mit der man offensichtlich auch schon beginnend Geld zu verdienen und das ist ja das was wir zeigen wollen.
00:11:42: Gut Ideen haben viele!
00:11:44: Das ist gerade hier mit der Materialentwicklung dann eben der Fertigung und auch da schon Erfahrungen in verschiedenen Ländern.
00:11:50: Und dann ist es eben als was überzeugt.
00:11:53: aber auf die Skalierbarkeit des Modells, das heißt mit bestehenden Betonwerken, da kannst du wieder neuen Technologie relativ schnell einen relativ großen Impact erreichen.
00:12:01: Das hat die Shuri wirklich überzeugt.
00:12:06: Natürlich auch dass es ein Partner gibt an den industriellen Partnern der da auch die Substanz dahinter hat, dass es auch was wird.
00:12:13: Das waren so die wesentlichen Aspekte, die ja auch die Schwierige mitgenommen haben und natürlich auch ein überzeugender Pitch.
00:12:19: Diese Partnerschaft dieses Betonwerk in Essen, Berlin-Betong... Was ist das für eine Partnerschaft?
00:12:25: Wie viel Zuniteke euch?
00:12:28: Das ist eine ganz enge Partnerschaft, die auf einer strategischen Ebene begonnen hat.
00:12:41: Von südlichem NRW.
00:12:42: Ich muss jetzt aufpassen, dass ich nichts Falsches sage bis hoch nach Rostock Ausläufer noch noch Berlin.
00:12:47: also macht so eine Kurve die Werksverteilung.
00:12:53: Und ich hatte ja vorhin schon oder eben schon kurz angedeutet wir mussten uns überlegen wie wir unsere Technologie anpassen das wir in Deutschland Die Idee wirklich umsetzen können Dass sie wirtschaftlich wird.
00:13:05: und da war eben der Aspekt Wir gehen auf bestehende Werke ganz ganz zentral.
00:13:10: Neue Werke in Deutschland aufzubauen, gerade im Betonbereich ist extrem schwer bis die Gemüse da ist.
00:13:15: Ist die Unternehmung nicht mehr zahlungsfähig und so weiter und sofort abgesehen von den Kappex-Kosten, die dahinter stehen.
00:13:23: Deswegen waren wir sehr früh unterwegs und haben uns angeschaut, wer kennt mir eine Frage?
00:13:30: Und das ist ne ganz komische Situation sage ich ganz ehrlich weil wir hatten einen Stein.
00:13:36: es war ein Prototyp, den hatten wir ja ausnahm Ersten Schalung heraus, fast händisch hergestellt.
00:13:43: Und damit bin ich durch Deutschland gefahren und bei Herrn Berling und seinen Kollegen war sofort klar das ist super spannend.
00:13:52: Wir probieren es aus wir gehen aufs Werk und Aus diesen Testphasen wurde ganz schnell klar nehmen wir machen das jetzt beziehen das jetzt durch.
00:14:01: genau Essen hat sich dann heraus kristallisiert Aufgrund der Lieferketten strategische Position aber auch aus Vorliebe.
00:14:09: Das Hersteller ist, denke ich ja.
00:14:11: Und jetzt läuft das Ganze?
00:14:13: Du hast auch schon auf dem Wettbewerb schon Fotos mitgebracht von Baustellen wo dann eben auch euer Bausystem dann auch verbaut wird.
00:14:21: Nimm uns mal mit, du hast dir eben erzählt wie es los gegangen ist und die Entscheidung versuchen wir jetzt in Deutschland.
00:14:28: Wie war's denn in Deutschland auf einer Baustelle zu stehen und das eigene Baussystem da zu sehen – die eigene erste Bauwand?
00:14:33: Das ist
00:14:34: gar nicht so lange her, gute fünf bis sechs Wochen, das war super!
00:14:39: Wir hatten einen richtig, richtig schönen Tag.
00:14:41: Also vom Wettenkaiserwetter.
00:14:42: die Baustelle war in München und wir werden das in wenigen Wochen dann auch kommunizieren.
00:14:48: Es wird dazu ein kleines Video geben wie es tatsächlich auf der Baustellau sah.
00:14:54: was wir dort erstmalig gemacht haben ist aus dem Bausystem dass ja aus verschiedenen Bausteinen besteht elementierte Wände vorzufertigen d.h.
00:15:03: Eine vier Meter, fünfzig lange Wand.
00:15:06: Knapp drei Meter hoch vorgefertigt und die ist dann über die Baustelle beflogen, über den Kran und dann eingehangen worden Und das war schon sehr beeindruckend.
00:15:15: also dann sieht man Die ganze Arbeit dahinter.
00:15:18: Man muss sich ja vorstellen ich hat es ja schon angedeutet Das System ist nicht verklebt nicht vermörtelt Es ist alles sozusagen trocken gefügt und vorgespannt sagen wir dazu.
00:15:29: Und natürlich kennen wir unsere eigenen Berechnungen und wissen, dass es funktioniert.
00:15:34: Nur wenn man's dann wirklich live sieht ist noch mal ein Stück beeindruckender auch für die Kollegen vor Ort.
00:15:38: Und das ist natürlich dann auch ein Step wo man sagt ja es war die richtige Entscheidung und wie gehen jetzt und starten jetzt erst richtig durch?
00:15:46: Und hat denn vielleicht auch schon all diese Hürden vergessen, die es vielleicht am Anfang gab oder zumindest sie ein wenig verdrängt?
00:15:52: und natürlich gibt es diese diese Hörden gerade wenn man neue Innovation auf den Markt bringen will.
00:15:56: welche Stolpersteine gab es bei euch speziell.
00:15:59: Und was wünschst du, die vielleicht auch da reden wir jede Woche drüber?
00:16:02: Was man sich als Unternehmen von der Politik wünscht, dass es weniger Störpersteine in Zukunft gibt?
00:16:08: Wie viel Zeit haben wir?
00:16:11: Ja, ihr nehmt den wichtigsten!
00:16:13: Also was man sich glaube ich ganz gut vorstellen kann ist natürlich im Bau... Der Bau selbst ist sehr enorm getrieben wie viele sagen, der Zustand der Technik.
00:16:22: Das hat auch etwas mit der Haftung zu tun.
00:16:24: und wenn man eben auch vermietet und verkauft das eben ja normgerecht gebaut ist und alle diese Normen kommen im Endeffekt aus der Linnea-Wirtschaft Und es ist ja auch logisch weil die Normen kommt von den Herstellern und das ist eben unsere Vergangenheit.
00:16:40: und Wenn man jetzt bei einem kreislaufigen System reingeht bricht man Mit einigen Konventionen und mit einigen Regeln sag ich mal aus der Normwelt Und damit muss man klarkommen.
00:16:51: Da muss man natürlich auch schauen, wie komme ich noch so nah wie möglich dran und wo gibt es Abweichungen die man bewusst eingeht?
00:16:58: Das muss man dem Kulten dann natürlich mitgeben.
00:17:02: Das Ziel ist natürlich neue Normen aufzubauen da sind wir dran, die das kreislaufige Bau weiter stützen und mehr Auftrieb geben.
00:17:12: Das zweite besonders ausgeprägte Thema in Deutschland ist das Thema Zulassung von neuen Baustoffen und Bausysteme.
00:17:19: Das dauert einfach sehr lang und wir haben nicht immer die Kapazität, die wir gerne hätten auf den externen Prüfständen.
00:17:27: Also jedes Bauprodukt wird auf Herz-Niro durchgeprüft und ab uns warten wir einfach sehr lange auf den nächsten Slot.
00:17:35: und bei einem schnell iterierenden Produktentwicklung ist es sehr wichtig in kurzen Zyklen auch testen zu können, die Insights wiederzuverwenden Und auf der Kundenseite muss man halt immer schauen.
00:17:53: Das hatte ich auch in dem Pitch gezeigt, glaube ich eine der wesentlichen Herausforderungen im Hochlauf.
00:18:00: Wir haben ja nicht nur einen Bauherren sondern wir haben sehr häufig ein Generalunternehmer daneben einen Planungsbüro mit Fachplanern dahinter zum Thema Statikbrandschutz usw.. Schallschutz nicht vergessen!
00:18:11: Der ist besonders ausgeprägt in Deutschland und... Gleichzeitig auch überzeugen also alle Beteiligten an diesem Projekt.
00:18:21: Das ja das alle mitgehen und es reicht nicht einfach nur eine Person zu überzeugen sondern braucht die Gruppe und dieses Konsortion.
00:18:31: denn ich dass und das ist im Vertrieb sehr aufwändig tatsächlich Ja aber das kriegen wir mehr und mehr hin.
00:18:38: natürlich helfen auch die ersten Projekte und die Bilder dazu.
00:18:43: Wir arbeiten jetzt dran, die Planung zu automatisieren mit einem Software-Tool.
00:18:48: So dass dann auch die technischen Fragen deutlich schneller beantwortet sind.
00:18:52: ja.
00:18:52: Du
00:18:52: bist interessant was Andreas da erzählt und wie weit kann die ERK da helfen?
00:18:56: Also vor allen Dingen auch in den Punkten wo danach ein Unternehmen von der Regierung vom Land abhängig ist.
00:19:05: Also wir können dir als erstes mal natürlich unterstützen Bekannt machen und auch klarmachen, worum es überall geht.
00:19:15: Da werden verschiedene Stolpersteine eben erst gar nicht zu drehtmienen werden sondern eben auf einen Schritt rüber gerichtet als wir beraten informieren helfen rechtlich weiter bis hin zur Patentanwältung die wir vermitteln.
00:19:29: Wir versuchen natürlich auch, da wo es Förderung gibt eine Übersichtlichkeit herzustellen.
00:19:34: Was kann man nehmen?
00:19:36: Was sollte man vielleicht auch lassen, weil man nicht so genau weiß wie das nachher mit Rückzahlungen ist, weil's halt nicht funktioniert hat und so weiter, Fördegredite.
00:19:45: All diese Themen können wir natürlich unterstützen und beraten.
00:19:48: Und speziell im Baubereich haben wir ein bisschen Schizophrenie.
00:19:57: Ökologie, sprich Dämmung und eben CO-Neutralität.
00:20:03: Was das Baum unglaublich teuer macht.
00:20:04: auf der anderen Seite haben wir, ich glaube weit über zwanzigtausend Einzelnormen und dann noch ein Haufen gesetzliche Vorschriften.
00:20:12: also Norm sind die Standard und den Vorschriff mit aus der Industrie kommen Die Hemmende Innovation auf dem Weg zum einfacheren, zum ökologischeren aber auch günstigeren Bauen.
00:20:24: In der Situation ist es super das war und das ist auch das was die Führerin normal begeistert hat dass sich da jemand gerade durch arbeitet mit einer entsprechenden Zähigkeit und Hartnäckigkeit und dann auch Partner gefunden hat die der offensichtlich auch dahinter stehen und das mit unterstützen.
00:20:40: Ich kann so mal unterstreichen auch also das kreislaufee gebauern hat sehr viel gemein mit einem einfachen bauen.
00:20:46: das einfache bauten hats In manchen Teilen Deutschlands schon einen Auftrieb, Bayern hat da viel getan mit nineteen Projekten zum Thema Einfachen bauen.
00:20:56: Sehr spannende einfache Konstruktionsweisen die denn auch nachweislich die Baukosten drücken.
00:21:02: also da gibt es eine große Überschneidung in meinen Augen und ich hoffe dass wir dann NRW und speziell auch hoffentlich hier im Köln uns da auch von inspirieren lassen.
00:21:14: tatsächlich Weil.
00:21:16: Bauern hat immer eine soziale Komponente, nicht nur für diejenigen, die bauen.
00:21:20: Es lohnt sich für diejenigen, die den Wohnraum oder den Gewerberaum nötig haben.
00:21:27: Ja, insbesondere hat auch die Landesregierung in der Landesbauordnung zumindest mal den Stand der Technik als Heilige im Graal beseitigt.
00:21:36: Das heißt man kann davon abweichen und das begünzt sich natürlich solche Entwicklungen, da gibt es noch ein paar zivilrechtliche Themen dahinter.
00:21:42: Aber immerhin ist einmal öffentlich rechtlich das Thema auf und möglich.
00:21:50: Das ist glaube ich mal einen Schritt vorwärts.
00:21:53: Andreas nimmt da eine Vorreiterrolle ein.
00:21:55: Andreas, deswegen an dieser Stelle in diesem Podcast die Frage an dich wenn wir jetzt im Bereich der Kreislaufwirtschaft sind was kannst du denn mit all dem was du uns schon erzählt hast?
00:22:05: Mit deiner Erfahrung aber jetzt auch mit dem Erfolg den du feiern kannst.
00:22:09: Was kannst du dann anderen Gründeren und Gründern als Tipp oder vielleicht auch ein paar Tipps mitgeben?
00:22:21: Naiv bleiben und sich nicht zu sehr ablenken zu lassen von dem vielen drum herum.
00:22:35: Es gibt immer ganz viele Wege ans Ziel, man braucht für sich glaube ich schon ein paar unterschiedliche Abzweigungen aber man bekommt natürlich viel herangetragen.
00:22:48: Ich denke man schöpft am meisten Kraft daraus überzeugt zu sein von seinem eigenen Weg und natürlich auch das mit dem Team immer sehr eng abzustimmen sich darauf zu committen Aber dann auch dran bleiben wenn man zu häufig abbiegt, dann kommt er nicht mehr an.
00:23:03: Das ist ein Thema Und gerade in der Baubranche wo die Transformation sehr lange ist.
00:23:08: es liegt doch einfach daran dass also aus meiner Überzeugung gelänger das Produkt Lebt Also des haus desto länger oder desto langsamer als die branche bei dem Auto sind, lebt das Auto zehn oder fünfzehn Jahre.
00:23:20: Bei einem Haus fünfzig, siebzighundert Jahre und beim Handy zwei drei Jahre.
00:23:24: also jetzt hat man schon vor Augen die verschiedenen Innovationszyklen und dessen muss man sich in der Baubranche bewusst sein auf was man es sich da einlässt und dann den langen Atem dafür auch haben.
00:23:35: wenn man vorhat gerade auch mit Hardware zu innovieren nicht nur mit einer Softwareplattform oder mit einer Softwell-Lösung Das muss einem schon klar sein.
00:23:45: Also unter fünf Jahren Ist das Projekt auf meiner Sicht, dann sollte man nicht loslegen.
00:23:53: Wichtige Tipps vom Experten!
00:23:55: Die Hilfe der ERK annehmen wäre wahrscheinlich auch noch ein weiterer Tipp.
00:23:58: Auf jeden Fall.
00:23:58: Das ist wie eine natürliche Hilfe bei ERK für Start-ups für Gründerinnen und Gründern.
00:24:02: Und mitmachen beim Going Circular-Wettbewerb ist ja vielleicht auch ein guter Tipp?
00:24:05: Wann gibt es dennächst oder ab wann kann man sich bewerben für den nächsten Wettbewerk?
00:24:10: Das wird ab September sein.
00:24:11: da kann man bereits für den siebten Durchgang dann bewerbern.
00:24:15: Alle Bewerben die einfach eine tolle Idee in diesem Umfeld haben, die Ressourcen schon die Energie einspart.
00:24:21: Die vor allem auch den Gedanken hat der Wiederverwertung und im Ansatz wie sie eben hier ist schon was muss ich tun damit es nachher wieder verwertbar ist und nicht hinterher überlegen wie kann ich jetzt mit dem was sich gemacht habe dann doch noch etwas Gutes machen?
00:24:36: Darum geht das.
00:24:37: alle Branchen sind offen, alle Unternehmensgrößen sind offen und ist ein bundesweiterer Wettbewerb.
00:24:40: also Bewerbungen herzlich willkommen!
00:24:42: Und wer das Ding dann gewinnt, der wird dann auch eingeladen hier im nächsten Jahr zur Stimme der Wirtschaft.
00:24:47: Wir freuen
00:24:49: uns sehr, dass Andreas da war.
00:24:50: Es war sehr interessant!
00:24:51: Vielen Dank, dass du eure Geschichte mit uns geteilt hast und alles Gute für die Zukunft.
00:24:55: Danke schön
00:24:56: fürs
00:24:56: Kommen.
00:24:57: Dankeschön Uwe
00:24:58: und danke euch fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal bei der Stimme.
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